„Das Experiment ist aufgegangen“

Valerie Höllinger, Geschäftsführerin BFI Wien, zieht zufrieden Bilanz vom ersten Jahr LehrlingsCrossmentoring.

LCM_600„Wir sind vor etwas mehr als einem Jahr mit dem LehrlingsCrossmentoring-Programm ausgezogen, um dem Image der Lehre etwas auf die Sprünge zu helfen, um Vorurteile zwischen den Generationen abzubauen und um einmal den Blick über den Tellerrand zu wagen. Und wenn ich mir die letzten Monate durch den Kopf gehen lasse, dann getraue ich mir zu behaupten: Das Kalkül ist aufgegangen“, zog Valerie Höllinger, Geschäftsführerin des BFI Wien, anlässlich der Abschlussveranstaltung des diesjährigen LehrlingsCrossmentorings ein positives Resümee. „Unter allen To-Dos lässt sich ein dickes fettes Hackerl setzen.“
Dass die Erstauflage des Programms so positiv verlaufen konnte, sei der Verdienst aller Beteiligten gewesen: „Sie alle haben dieses Experiment zum Leben erweckt und mit Leben erfüllt“, richtete sie ihre Dankesworte an die anwesenden Lehrlinge, Peers, Mentorinnen und Mentoren, die in 15 Monaten gemeinsam ein abwechslungsreiches Programm absolviert haben.

Ein Blick zurück

Am 30.1.2014 fanden sich insgesamt 16 Dreier-Teams bestehend aus Lehrlingen, Peers sowie Mentoren und Mentorinnen aus den Unternehmen A1, BFI Wien, Flughafen Wien, REWE International AG, Unicredit Bank Austria, und der Wiener Städtische Versicherung im Zuge des ersten Tagesworkshops zusammen – um sich in der Folge in regelmäßigen Abständen zu treffen, auszutauschen und zu vernetzen.  Ergänzt wurden diese informellen Treffen von einem spannenden Zusatzprogramm, das von „Persönlichkeitsentwicklungsseminaren mit Funfaktor“ und „gesunden“ Kochworkshops für die Lehrlinge bis hin zum gemeinsamen „Business-Ethik und Etikette“-Workshop mit Benimm-Experten Thomas Schäfer-Elmayer für alle 48 Teilnehmerinnen und Teilnehmer reichte.

„Wie jede zwischenmenschliche Beziehung ist auch die Ausbildungszeit sowohl für die Ausbildnerinnen und Ausbildner als auch für die Lehrlinge selbst eine besondere Herausforderung“, beschreibt Höllinger die Rahmenbedingungen. „Wenn wir hier mit dem LehrlingsCrossmentoring-Programm eine kleine Hilfestellung liefern konnten und allen Beteiligten einen Mehrwert für während und nach der Lehrzeit mitgegeben konnten, dann können wir, wie ich meine, dieses Jahr mehr als nur zufrieden Revuepassieren lassen und uns alle auf die Schultern klopfen“, so die Geschäftsführerin des BFI Wien stolz.

Abschluss_LCM_600Sehr erfreulich sei aus Sicht aller Involvierten, wie sich die Lehrlinge von talentierten, wenngleich teilweise schüchternen Mauerblümchen, zu jungen Erwachsenen entwickelt haben, die mit viel Selbstvertrauen an neue Herausforderungen herangehen. „Besonders beeindruckt hat mich das Engagement der Peers, Mentorinnen und Mentoren, die sich auf die ‚Jungen Wilden‘ eingestellt haben und mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen auf die Lehrlinge zugegangen sind, sich mit ihren Problemstellungen auseinandergesetzt haben und – was das Highlight für mich ist – selbst mit neuen Erfahrungen aus dem Programm hervorgegangen sind“, betont Katrin Lenz, die als Projektleiterin das LehrlingsCrossmentoring am BFI Wien in den letzten Monaten begleitet hat.

Für Höllinger ist jedenfalls klar, dass dieses Projekt nur durch das Zutun aller Beteiligter funktionieren konnte: „Unser Dank gilt daher allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, dem Trainerteam rund um Hans Steiner und allen Fürsprecherinnen und Fürsprechern in den Unternehmen, die sich auf dieses ‚Experiment‘ eingelassen haben“, so die Geschäftsführerin des BFI Wien abschließend.

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